Transgender in Ungarn - Der Kampf um Gleichberechtigung (MDR, 2020)

Ein neues Gesetz in Ungarn macht es trans Menschen unmöglich Geschlecht und Vornamen auf amtlichen Dokumenten ändern zu lassen – zukünftig darf nun nur noch das "Geschlecht bei Geburt" vermerkt werden. Eine Katastrophe für die Community: Jede Situation, in der sich trans Personen ausweisen müssen, ist nun eine potentielle Gefahr.
Alex wurde als Mädchen erzogen, lebt aber mittlerweile als Mann. In seiner Heimat Ungarn ist das unmöglich geworden. Der 25-Jährige will mit seiner Verlobten Ungarn verlassen und nach Kanada auswandern. Krisztina (43) hat sich in ein kleines Dorf geflüchtet und lebt mit Partner auf einem Bauernhof völlig abgeschieden vom Rest der Welt. Krisztina ist Aktivist:in, arbeitet als Menschenrechtsverteidiger:in für eine Trans-NGO und initiierte eine vielfach unterzeichnete Petition, deren Ziel es war das Gesetz zu verhindern. Wir begleiten die beiden bei ihren täglichen Kämpfen in einem Land, das sie nicht akzeptiert.
Trotz rechtlicher Fortschritte in den letzten Jahren herrscht in vielen europäischen Ländern eine zunehmend feindliche Stimmung gegenüber queeren Menschen – auch in Deutschland steigt die Zahl der Gewalttaten gegen LGBT-Personen an.

(Text: mdr.de)